Mehrweg und Hygiene – Tipps zur sicheren Essensausgabe

Mehrweg und Hygiene – Tipps zur sicheren Essensausgabe

Viele sehen das Problem jeden Tag: Überquellende Mülleimer wohin das Auge reicht – egal ob auf dem Weg zu Arbeit oder bei sich zu Hause. Besonders während der Corona Pandemie ist das To-Go Geschäft für Essen am Boomen. Gut für die Gastronomen, da sie wenigstens in eingeschränkter Form irgendeine Art von Geschäft machen könne. Schlecht jedoch für die Umwelt, da viel Essen und Heißgetränke immer noch in Einwegverpackungen mitgenommen wird, die danach direkt in den Müll wandern.

Doch hier lässt sich ein Wandel erkennen. Immer mehr Leute bringen ihre eigenen Behältnisse mit zur Essensabholung. Aber auch einige Start-Ups verbreiten ihre Mehrwegsysteme immer mehr.

Viele Gastronomen kommen hier jedoch ins Grübeln. Sind wiederverwendbares Geschirr und die strengen Hygieneregelungen, besonders zu AHA-Regel Zeiten, miteinander vereinbar?

Vom Lebensmittelverband Deutschland ist dazu ein klares „Ja“ zu hören. Bei der Essens-/ und Getränkeausgabe gilt es ein paar Dinge zu beachten, ansonsten ist das Anbieten von Mehrweg-Alternativen hygienisch unbedenklich. Wie man sich als Betrieb, aber auch als Konsument richtig verhält, wurde in einigen Merkblätter und Erklärvideos vom Verband zusammengestellt (Link siehe unten).

Hier findet ihr eine Zusammenfassung auf die wichtigsten Punkte gekürzt:

Szenario 1: Der Kunde bringt seine eigenen Becher oder Behältnisse mit

Generell ist der Endkunde für den Zustand seines eigenen Mehrweggeschirrs selbst verantwortlich. Wenn das Behältnis jedoch offensichtlich stark verschmutzt ist, darf die Servicekraft das Auffüllen verweigern und stattdessen Einweggeschirr anbieten. Dies ist wichtig, da verschmutztes Geschirr vom Kunden auf keinen Fall in Berührung mit den Gerätschaften hinter der Theke geraten darf.

Wenn das Behältnis jedoch soweit sauber aussieht, kann die Servicekraft mit dem Befüllen beginnen. Wichtig hierbei ist, dass der Kunde – wenn möglich – den Deckel des Bechers oder der Schüssel vorher abnimmt.

Tipp: Der Kunde soll sein Geschirr auf eine neutrale Abstellfläche, wie z. B. ein Tablett, stellen. Dieses Tablett mit dem Behältnis kann dann von der Servicekraft genommen und befüllt werden. Bei Bechern, die Getränken befüllt werden, bietet es sich an, einen Umfüllbecher zu verwenden, damit der Mehrwegbecher nicht die Gerätschaften, wie zum Beispiel die Kaffeemaschine berühren kann.

Alle Flächen, die mit dem Geschirr des Kunden in Berührung gekommen sind, müssen extra gereinigt werden.

Szenario 2: Die Gastronomie ist Partner bei einem Mehrwegsystem Anbieter

Gibt ein Kunde sein Mehrweggeschirr wieder zurück, ist häufig der Fall, dass Verschmutzungen am Behältnis vorliegen. Deswegen wäre es am besten, wenn es für die Rückgabe eine eigene mobile Station gibt, an der der Kunde selbstständig sein Geschirr draufstellen kann. Diese Station sollte dann auf direktem Weg zur Spülmaschine getragen werden. Dort müssen dann Essensreste weggeworfen und bei starken Verschmutzungen ggf. vorgesäubert werden. Das Mehrweggeschirr muss mindestens einmal täglich am Ende des Arbeitstages gespült werden.

Tipp: Nach dem Spülvorgang das Geschirr nicht feucht stapeln! Entweder man lässt es davor lufttrocknen oder wischt es mit einem sauberen Tuch trocken. Alle Oberflächen, die mit dem dreckigen Geschirr in Berührung gekommen sind, müssen extra gereinigt werden.

 

Für die Nutzung von Mehrweg in Take-Away Betrieben sind die Hygienevorschriften, auch in Pandemie-Zeiten, also kein Hindernisgrund.

Es geht viel mehr darum, dass der Konsument und der Gestronom Hand in Hand und aus Überzeugung, die Umwelt schonen zu wollen, zusammenarbeiten.

Link Lebensmittelverband Deutschland:

https://www.lebensmittelverband.de/de/lebensmittel/sicherheit/hygiene/hygiene-beim-umgang-mit-mehrweg-bechern-behaeltnissen-pool-geschirr

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